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Border Terrier und die Jagd oder die Jagd mit dem Border Terrier

 

Wie ich zu einem Boder Terrier Fan wurde.

Meine treue und zuverlässige Jagdgefährtin " Detta " eine Ungarisch Kurzhaar-Hündin verstarb 2003 nach 15 Jahren treuer Ergebenheit und allerbestem jagdlichem Erfolg in meinen Armen. Ich hatte Detta selber ausgebildet auf VJP, HZP und auf der Josef Rauwolf Prüfung für Magyar Viszla erfolgreich geführt. Im Jagdbetrieb war meine Hündin fast unschlagbar, mit tollem Jagdverstand und großen Erfolgen. Ich brauchte also einen neuen Hund und Jagdgefährten.

Was kam für mich Heute für ein Hund infrage?

Meine Gesundheit und Leistungsfähigkeit hat ein wenig gelitten und ich bin nur noch bedingt in der Lage einen ganzen Jagdtag auf den sehr schweren Böden des Münsterlandes als Durchgeh- und Treiberschütze zu verbringen, also bin ich öfter Vorstehschütze. 
Ich habe heute eine Jagdbeteiligung in einem reinen Waldrevier mit Schwarzwild, also viel Ansitz und auch immer mal wieder eine Nachsuche auf Sauen, Rehwild Füchse und Waschbären im Revier.

Erkenntnis! Ein Hund muss mit auf die Kanzel, Nachsuchen und an den Fuchs ran!!!

Es kommt nur ein Terrier für diese Aufgaben in Frage, aber welcher?

Dann sah ich auf der Messe " Wild und Hund " in Dortmund zuerst einen Terrier in aller Seelenruhe neben einem Standbetreiber mitten im Trubel sitzen, fand ich bemerkenswert von dem Border Terrier. Ein paar Stände weiter zwei sehr nette Damen beim anprobieren von Pirschstiefeln und wieder mitten drin ein Border Terrier. Das war der richtige Hund dachte ich und machte mich ab der Zeit mit der Rasse vertraut.

Der Entschluss für einem Border Terrier war gefasst. Aber aus jagdlicher Linie musste der Hund kommen.

Nach vielen Telefonaten bekam ich Kontakt mit Maaike Hendriks und Roody Wigmanns, die in Sixt Odilienberg bei Roermont in den Niederlanden wohnen. Roody ist als Berufsjäger in einem großen Revier angestellt und führt die Border-Terrier Hündin Pitlochrx's O'Gillie jagdlich, mit großem Erfolg.

Mit diesem Jagdpraktiker habe ich mich lange ausführlich und viele Male unterhalten. Roody war lange Zeit als Jagdführer in einem Schottischen Hochwildrevier tätig und hat hier die Border Terrier und die Vorzüge dieser Rasse kennen gelernt. So hat er auch seine Hündin, die Mutter meiner ersten Border Terrier- Hündin aus Schottland mitgebracht. Ich bin zu Ihm hingefahren und habe mir den Wurf und die Hündin angesehen. Ich konnte dabei die Arbeit eines Border Terriers ausgiebig beobachten und war erstaunt über die Aufmerksamkeit und Ruhe dieses Hundes. Der Border Terrier hatte permanent die Nase am Boden und zeigt jede Spur an.
Dabei war der Hund bestens beherrschbar und gar nicht überdreht wie so manche anderen als Jagdhunde gebräuchlichen Terrier. Zudem war dieser Border Terrier lieb und anschmiegsam und überhaupt dem Menschen zugetan.

So ein Hund war auch etwas für mich.

O,Gillie hatte drei Welpen von Badgerbeck Tarka, ebenfalls ein jagdlich hervorragender Rüde aus dem Working Terrier Kennel von Lisa und Paul Macdonald in England stammend.

Beim ersten Besuch bei Maaike und Roody verloren wir Herz und Verstand an einen dieser Welpen an Debby.

Nach etwa 3 Wochen konnten wir den Welpen abholen.

Debby lebte seit dem in unserem Jägerhaushalt ständig an meiner Seite. Debby zeigt aller beste jagdliche Passion und Anlagen.

Ob bei der Niederwildjagd als Vorstehschütze, als Schützentreiber bei der Nachsuche oder beim Sauen oder Rehansitz und auch bei der Nachsuche auf Reh oder Schwarzwild, Debby hat noch nie enttäuscht.

Im Haus war Debby die angenehmste Stubengenossin die man sich denken kann und der Liebling der ganzen Familie und unseres Freundeskreises.

Dann ereilte uns ein Außerordentlicher Schicksalsschlag!

Debby verlor Ihr Leben auf einer Jagd durch die Verkettung  außergewöhnlicher Umstände am 
23.Nov 2007.

Wir waren ohne Hund....

Durch die Vermittlung und die Führsprache von Elly Boss, bekam ich eine

Hündin aus dem Kennel " Badgerbeck" von Lisa Jenkins.

Badgerbeck Fanciful gen. Fanci. lebt nun in unserer Familie seit März 2007.

Fanci hat sich prächtig entwickelt und ist jagdlich top.

 

Der gefundene Hahn in den Brennnesseln

Ich war auf einer großen Gesellschaftsjagd im Emsland eingeladen. In diesem Revier gib es einen hervorragenden Fasanenbesatz, da diese Vögel in den ausgedehnten Kartoffelfeldern die Insekten und Kartoffelkäfer kurz halten. Die Landwirte danken dem Wild mit guter Hege und ausreichender Deckung im Herbst und Winter. Also ich stand mit meinem Border an einem nicht sehr großem Maisschlag im Dichten Bewuchs an einem Abzugsgraben. Aus dem Maisschlag steht ein Fasanenhahn auf und wird von meinem Nachbarschützen beschossen. Der Hahn klappt im Fluge zusammen und fällt mausetot in die Bürstendicht stehenden Brennnessel am Ufer etwa 80 m von mir. Der Schütze führt einen Deutsch Kurzhaar und schnallt diesen sofort mit „ such apport". Der Hund sucht und findet nichts. Dieses kann schon einmal passieren wenn die Hähne schon in der Luft tot sind, dann geben sie wenig Witterung ab. Als alle Treiber durch den Mais sind lässt ein zweiter Jäger seinen Deutsch Drahthaar suchen, auch ohne Erfolg. Ich Melde mich und sage „ lass meine Hündin mal suchen" und ernte ein mildes lächeln und „wenn Du meinst, mal ran". Ich schicke meine Border Hündin los und sehe in den dichten Brennnesseln ihre Bahn, dann steht der Border und gibt Laut. Ich sage zu dem Erleger, der 5 Meter daneben auf dem Feldweg steht, geh’n Sie mal zu dem Border und nehme Ihren Fasan auf. Der Jäger entgegnet mir "da fasse ich nicht hin, das ist ein Terrier und ich will doch meine Hand behalten". Ich entgegnete, das ist aber ein Border Terrier und da können Sie das ruhig machen. Der Jäger tat wie ich Ihm das gesagt habe und hob seinen geschossenen Hahn auf mit den Worten „nicht mal zerrissen hat der Hund den Hahn, toller Hund. Bei diesen Jagdfreunden muss ich immer meinen Hund mitbringen, was ich natürlich auch gerne tue. Oft heißt es dann, lass mal Heinz mit dem Border daran der sucht das Wild. Auch ist der Border Terrier fast nicht zu Toppen beim Stöbern in dichtestem Buschwerk.

 

 

Die Waschbär Dublette

Ich saß an einem Herbstmorgen auf einer Kanzel bei einem Wildacker in unserem Waldrevier um vielleicht ein Kitz oder weibliches stück Rehwild zu erlegen. Plötzlich trabt über den Wildacker ein Waschbär. Ich lege den Drilling an, schalte auf den Einstecklauf mit der 222 Rem und lasse fliegen als ich den Waschbär im Absehen habe. Der beschossene Waschbär bleibt im Knall regungslos liegen, aber hinter Ihm flüchtet ein junger Waschbär in Richtung Wald und verschwindet im Unterholz. Ich habe also unbeabsichtigt einen zweiten, verdeckt gehenden Jungen Waschbär mit beschossen kann aber nicht sagen ob dieser auch Schuß hat. Ich baume ab und gehe mit meiner Border Terrier-Hündin zum liegenden Waschbär. Ich habe seit der Welpenzeit meinen Border Terrier in der Jagd immer bei mir. Ich trage den Hund auf jeden Hochsitz ob es eine Kanzel ist oder ob es eine offener Sitz ist, ist ganz egal, es findet sich immer ein Plätzchen und der Border verhält sich ausgesprochen ruhig und angenehm. Deshalb habe ich meine Jagdliche Rückversicherung in Sachen Nachsuchen oder Kontrolle immer sofort am Mann. Die Hündin bewindet die liegende Beute kurz und zieht sofort auf der Spur zum Wald. Es geht ein paar Meter durch Brennnesseln und dann durch Brombeere und in die Buchenverjüngung. Der Randbewuchs öffnet sich in eine Fichtenkultur und ich sehe schon den kleinen Waschbär liegen, bevor Fanci an der Beute ist. Es gelingt mir sogar ein paar Bilder mit dem Handy zu machen, wie Fanci die Beute in Besitz nimmt. Wieder um eine Erfahrung reicher und mit dem guten und richtigen Gefühl und Stolz für und auf meinen Hund, geht’s mit der beute zur Jagdhütte.

 

 

Der Hahn auf dem Weg zum Anstand

Ich war zur Treibjagd in einem typischen Münsterland-Revier in meinem Heimatdorf eingeladen.
Am Ende eines Treibens steht ein Fasanenhahn auf und wird von meinem Nachbarschützen beschossen. Der Hahn zeichnet und segelt über eine Hecke, entlang an dieser und vermeintlich zu einem Gehölz mit wenigen Eichen in einer Wiese, etwa 500 Meter von meinem Stand. Nach Abblasen des Treibens erklärt ein Treiberschütze mit einem Deutsch Drahthaar zu dem Schützen des Hahn’s, seinem Bruder, ich hole mal eben Deinen Hahn aus dem Hagen. Er geht mit seinem Drahthaar an der Hecke entlang auf zu dieser Baumgruppe.
Wir Vorstehschützen werden zum nächsten Treiben geschickt und folgen dem Weg entlang der Hecke zum nächsten Treiben. Der Schütze des Fasanenhahns geht neben mir und wir unterhalten uns auch natürlich über die Nachsuche seines Bruders mit dem DD. Plötzlich ruckt meine Border Terrier Hündin heftig an der Führleine und will in die Hecke springen.

Mein Nachbar meint, Heinz was will Die, ich sage „ hat etwas in der Nase ich will Debby mal schnallen". Ich tue wie gesagt und Debby ist mit einem Satz durch die Hecke und nimmt 5meter im Acker einen Fasanenhahn aus dem Weizenfeld auf und trägt mir diesen zu. Der Hahn ist noch warm und kann nur der von meinem Nachbarn und Mitgänger sein. Der Jäger ist hoch erfreut und sagt zu mir, „toller Hund, soll sich mein Bruder mal ein Beispiel dran nehmen". Ruft sofort lautstark zu seinem mit Drahthaar suchendem Bruder, Berni brauchst nicht weitersuchen wir haben den Hahn, der Border hat gefunden. Die ganze Corona hat das natürlich mitverfolgt und schmunzelt nicken diese mir und meinem Hund zu.

 

 

Die Nachsuche über drei Mosel Weinberge

In der Nacht beschießt ein Gast einen Frischling, liegt aber nicht am Anschuß. Die gut sichtbare Schweißfährte endet nach 20 Meter in dichtestem aufgegeben Moselweinberg. Wir brechen ab und wollen im Hellen am nächsten Morgen weitersuchen.
Frisch gestärkt durch ein gutes Frühstück beim Moselwinzer geht es zum Anschuß. Ich weise meine Borderhündin neu ein und sie weiß sofort was los ist. Es geht voll konzentriert und mit Ruhe durch den dichtesten, verwilderten, aufgelassenen Weinberg steil bergrunter, „man kann im stehen Gras fressen", so steil ist es. Wir kämpfen uns vor bis zu nächsten Stützmauer die am nächsten Weg den Weinberg abschließt. Debby springt die Mauer herunter über den Asphaltweg in den nächsten verwilderten Weinberg. Es geht meist kriechend hinter der Hündin her den Hang herunter bis zur nächsten Stützmauer. Hier wieder herunter gesprungen und heißa in den nächsten Weinberg, dieser Wingert endet an dem Moseluferweg. Ich habe schon größte Bedenken traue aber meiner Border Terrier Hündin mittlerweile klug geworden bedingungslos. Und richtig genug 20 Meter vor dem Hangende stößt Debby in einen Brombeerverhau und da sitzt ein Schweinchen von 15 kg auf den Keulen und schnappt nach der Hündin. Debby weicht immer geschickt aus und lenkt den Frischling ab, so kann ich diesen abfangen. Großes Hallo beim Schützen und allen Beteiligten großen Dank und Freude über die erfolgreich zu Ende gebrachte Nachsuche von 600 Meter Länge durch dichteten Bewuchs. Fazit der Hund hat immer Recht, denn Er hat die besseren Sinne.

 

Die Sau an der Lichtleitung

Ich bin zum Sauenansitz im August an die Mosel eingeladen mit der Einladung bekam ich zu Hören, aber nicht ohne Deinen Border.
Mein Freund und Revierinhaber sitzt in der Kanzel an einer Kirrung auf der Schneise Lichtleitung. Um Mitternacht beschießt es aus einer Rotte einen Frischling. Die Rotte geht mit dem beschossenen Stück ab. Nach einer angemessenen Wartezeit treffen wir uns an der Schneise. Wir beschließen das Stück nachzusuchen, da es zu warm ist und der Schütze sagt, gut abgekommen zu sein. Ich lege also meiner Hündin die Nachsuchenhalsung an und wir gehen zum Anschuss. Pirschzeichen können wir keine finden, Debby nimmt aber nach Aufforderung „such verwund mein Hund" sofort mit Tiefer Nase und größter Ruhe eine Fährte an. Nach etwa 150 Meter den Hang herauf landen wir auf dem Fahrweg, sind wir wohl richtig, denke ich, aber der Hund hat immer Recht habe ich durch viele Fehler gelernt. Es geht 100 Meter den Fahrweg entlang und dann knickt meine Hündin wieder in den Hang schräg abwärts, jetzt weiß ich wir sind richtig! Dann sind wir wieder auf der Schneise und im Gras verweist die Borderhündin den ersten Schweiß, wir sind also genau richtig und im Scheinwerferlicht sehe ich schon in 30 Meter Entfernung den Frischling liegen. Aber Border Terrier finden nicht mit den Augen, sondern mit der Nase und laufen fasst immer auf das zu suchende Stück auf. Das Stück wird dann erst bewindet und dann natürlich heftig in Besitz genommen, lassen sich aber auch gut vom gefundenen Stück abbringen.

Tolle Leistung, 25 kg Frischling mit gutem Schuss, super für den Topf.

 

 

 

Der Sprung von der Leiter auf Hase und Sau

Ich bin kurz vor Weihnachten 2009 zur Drückjagd an die Mosel eingeladen.

Im ersten Treiben habe ich als Standlos eine Leiter auf einer Blöße am Rande eines Schwarzdornverhaues gezogen. Ich erklimme also mit meiner Hündin Bagderbeck Fanciful genannt Fanci den vom Los bestimmten offenen Leitersitz. Der sitz ist ziemlich eng und befindet sich ca. 3 Meter über der Erde. Wir beide, meine Hündin und ich richten uns so gut es geht auf dem Sitz ein. Fanci äugt immer in Richtung der dichten und mächtigen Schwarzdornhecke. Plötzlich kommt Leben in diese Hecke und es erscheint eine Deutsche Wachtel aus der Saujagdmeute. Fanci wird unruhig und ehe ich mich versehen kann ist Sie mit einem Satz von dem Sitz gesprungen und mit aller Macht zu dem Wachtel. Erst jetzt sehe ich im hohen Gras das der Wachtel einen Hasen verfolgt. Fanci also zu den beiden und mit vereintem Hundeversand wird der Hase gejagt und auch gefangen. Jeder der beiden Hunde beutelt den Hasen ein wenig und dann geht der Wachtel zurück ins Treiben, Fanci natürlich hinterher. Ich kann aber kaum fassen was dann geschieht, eine Sau bricht aus dem Schwarzdorn, sie muss da gelegen haben und Fanci mit der Wachtel hinter der Sau. Ich komme gar nicht zum Schuß, denn alle tauchen nach wenigen Metern wieder in das Gebüsch ein und mit lautem Hals geht es ins Treiben. Nach wenigen Augenblicken knallt es bei meinem Nachbarn, den ich aber nicht sehen kann und kurz darauf höre ich “ Danke Heinz und auch Deinem Hund für das Waidmanns Heil“ Ich entgegne „ Ist meine Fanci bei Dir dann halte Sie fest“. Ich höre geht nicht ist noch bei der Sau“. Ich Denke, Pfeif mal dann könnte Fanci vielleicht kommen. Ich setze also die Doppelpfeife an, und wenige Augenblicke später kommt mein Hund dreckig, blutig und überglücklich aus dem Wald. Nach Terrier Art muß er erst einige Runden Drehen um von der Palme zu kommen und dann zu seinem Herrchen zu kommen um abgeliebelt zu werden und jetzt natürlich angeleint auf dem Sitz weiter der Jagd zu folgen.